10 Tipps für bessere Smartphone-Bilder

Besonderheiten der Smartphone-Fotografie – ein Grundkurs (Teil 2)

Als Maßnahme zur Weiterbildung und des Wissenstransfers findet bei Ray Sono jeden Mittwoch das Weekly-Meeting statt, in dem Mitarbeiter ihre eigenen Themen vorstellen können. Unser Kollege Philipp Roth ist begeisterter Hobby-Fotograf und hat uns in einem Grundkurs in die Geheimnisse der Smartphone-Fotografie eingeführt.

Der erste Teil behandelte die Grundlagen der Smartphone-Fotografie, dieser zweite Teil geht auf die Besonderheiten der Smartphone-Fotografie ein.

Digitaler ZoomTipp 1: Digitaler Zoom

Egal, was das Marketing-Blabla behauptet: Der digitale Zoom beim Smartphone vergrößert das Bild nur und liefert keine guten Ergebnisse.

Nur weil kein optischer Zoom im Smartphone vorhanden ist, bedeutet dies nicht, dass ihr keinen Zoom dabei habt - ihr könnt einfach eure Beine benutzen. Wenn man einfach ein paar Schritte auf das Motiv zugeht, entsteht direkt ein besseres Ergebnis.

Weite und NaeheTipp 2: Weite und Nähe

Die Panoramafunktion des Handys kann man als Ersatz für Weitwinkelbilder einsetzen. Ein Panorama muss ja nicht sehr breit sein.

Wenn man Motive aus nächster Nähe, also Makros, aufnehmen möchte, geht das ganz leicht: einfach mit dem Smartphone auf Tuchfüllung gehen, den Rest macht das Gerät.

Wenn man ein Panoramabild machen möchte, hilft es, das Smartphone abzustellen, beispielsweise in einer Tasse. Dann kann man sie bequem um die eigene Achse drehen, ohne die Aufnahme zu verwackeln.

Ruhe bewahrenTipp 3: Ruhe bewahren

Das Smartphone mag keine schnellen Bewegungen: einfach die Kamera ruhig halten und nicht versuchen, im Laufen Bilder zu machen. Ansonsten gilt die Grundregel: je mehr Licht, desto kürzer die benötigte Belichtungszeit, desto mehr Bewegung ist möglich.

Bei künstlichem Licht in Innenräumen kann man davon ausgehen, dass Bewegung in der Regel nicht drin ist.

Hält man das Smartphone mit beiden Händen, verwackelt man die Aufnahme weniger und macht bessere Bilder.

GegenlichtTipp 4: Licht und Gegenlicht

Gerade wenn es relativ dunkel ist (zum Beispiel auf Konferenzen), sollte man das Licht suchen: schnelle Bewegungen vermeiden und das Smartphone ruhig halten.

Bei Gegenlicht sucht man sich einen Baum, ein Gebäude oder eine Person, die als Lichtbrecher fungieren kann. Später kann man immer noch die Helligkeit und den Kontrast erhöhen.

FokusTipp 5: Fokuspunkt festlegen

Tippt man auf das Display, kann man den Fokuspunkt festlegen – sowohl beim iPhone als auch bei Android-Geräten. So kann man auch bewusster den Vorder- und den Hintergrund festlegen.

BelichtungTipp 6: Belichtung anpassen

Wenn man den Fokus bestimmt hat, kann man auf dem iPhone durch Hoch- oder Runterwischen die Belichtung bestimmen. Bei Android-Geräten wird rechts eine Skala eingeblendet, mit der man die Belichtung anpassen kann.

Blitz im NotfallTipp 7: Blitz im Notfall

Den Blitz auf manuell stellen. Und immer wieder darauf achten, die Kamera ruhig zu halten, sonst wird das Bild aufgrund der längeren Belichtungszeit leichter unscharf.

HDRTipp 8: HDR hilft manchmal

Wer eine Kamera mit HDR(High Dynamic Range)-Funktion besitzt, dem steht mehr Farbtiefe zur Verfügung. Somit hat man mehr Spielraum, wenn es sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Bereiche auf dem Bild gibt.

Manchmal kann dies aber auch dazu führen, dass die Bilder etwas grau oder unnatürlich wirken.

BildbearbeitungTipp 9: Das kleine Einmaleins der Bildbearbeitung

Das Thema sprengt natürlich den Rahmen dieses Grundkurses. Aber hier das Wichtigste zur Bildbearbeitung kurz zusammengefasst:

  1. Zuerst die Belichtung (Helligkeit, Kontrast, Schatten, Lichter) einstellen.
  2. Dann die Farbe/Temperatur wählen.
  3. Jetzt Filter verwenden.
  4. Zum Schluss Schärfe einstellen.

Wenn ihr wollt, könnt ihr euch natürlich auch die eine oder andere Bildbearbeitungs-App herunterladen, aber in der Regel braucht ihr keine.

richtige KameraTipp 10: Wann man besser eine richtige Kamera verwendet

Die Kamera des Smartphones kommt in ein paar Fällen leicht an ihre Grenzen:

  • wenn es dunkel wird (Festival, Indoor, Familienfest)
  • wenn es um Sport und Bewegung geht
  • wenn man das Bild später größer als DIN A4 ausdrucken möchte
  • wenn man einen Zoom bzw. ein Teleobjektiv braucht (Tiere!)
  • wenn man die Tiefenschärfe aktiv kontrollieren möchte

Profitipp ganz zum Schluss

Profi darf man alle Regeln brechen. Aber dem Anfänger hilft es, die Regeln zumindest zu kennen.

So viel zu unserem kurzen Grundkurs zur Smartphone-Fotografie. Feedback ist natürlich immer willkommen. Und wer selbst gerne ein Weekly bei Ray Sono halten möchte: einfach mit unserem Partnermanagement unter hello@raysono.com sprechen.

Tim Struck, 15.10.2018